Crudguard-Eyes sind kleine Kunststoffösen oder Halterungen am Fahrradrahmen, die zur Befestigung spezieller Schutzbleche dienen, insbesondere für sogenannte Crudguard-Systeme. Diese Art von Schutzblech wird oft bei Mountainbikes oder Gravelbikes verwendet, wenn wenig Platz für klassische Bleche vorhanden ist. Die Crudguard-Eyes Befestigung ermöglicht eine feste, klapperfrei Montage ohne zusätzliche Adapter oder Schellen.
Der Begriff “Crudguard-Eyes” leitet sich von der britischen Marke Crud ab, die als einer der Pioniere dieser minimalistischen Befestigungssysteme gilt. Heute verwenden viele Rahmenhersteller ähnliche Ösen, die unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt sind: Mudguard eyelets, Fender mounts oder einfach Schutzblech-Ösen.
Die Crudguard-Eyes befinden sich meist an strategisch wichtigen Stellen am Fahrradrahmen:
Vorne (Gabelbereich):
Hinten (Heckbereich):
Sie dienen als Fixierpunkte für leichte, eng anliegende Schutzbleche, die direkt am Rahmen oder an der Gabel montiert werden können, ohne Schellen oder zusätzliche Adapter. Die Befestigung erfolgt meist über kleine Schrauben (M3 oder M4), Kunststoffnieten oder Kabelbinder-Schlaufen.
Crudguard-Eyes sind vor allem bei modernen Rahmenkonzepten mit internen Kabelführungen oder spezieller Geometrie verbreitet. Sie ermöglichen Schutz bei Nässe, ohne die sportliche Optik oder die Funktionalität des Bikes zu beeinträchtigen.
Nicht jedes Fahrrad verfügt ab Werk über Crudguard-Eyes. Hier ein Überblick, bei welchen Bike-Typen sie häufig vorkommen:
Gravelbikes (sehr häufig):
Mountainbikes (häufig bei XC/Trail):
Cyclocross-Räder (sehr häufig):
Rennräder mit Schutzblech-Option (selten):
Tipp: Prüfe vor dem Kauf von Schutzblechen, ob dein Rahmen Crudguard-Eyes hat. Schau in die technischen Daten des Herstellers oder inspiziere Gabel und Sitzstreben visuell auf kleine Ösen oder Gewindelöcher.
Es gibt verschiedene Schutzblech-Typen, die speziell für die Montage an Crudguard-Eyes entwickelt wurden:
Eigenschaften:
Beliebte Modelle:
Vorteile: Schnell montiert, leicht, günstig Nachteile: Weniger Schutz als Vollbleche, können bei rauem Gelände verrutschen
Eigenschaften:
Beliebte Modelle:
Vorteile: Sehr stabil, kein Klappern, guter Schutz Nachteile: Aufwendigere Montage, permanent montiert
Eigenschaften:
Beliebte Modelle:
Vorteile: Bester Schutz, langlebig Nachteile: Schwerer, nicht für alle sportlichen Bikes geeignet
Benötigtes Werkzeug:
Anleitung:
Zeitaufwand: 5-10 Minuten
Anleitung:
Zeitaufwand: 5-10 Minuten
Häufige Fehler:
Dein Bike hat keine Crudguard-Eyes? Kein Problem, es gibt mehrere Alternativen:
So gehts:
Kosten: 2-5€ (Kabelbinder-Paket)
Beispiele:
Vorteile: Werkzeuglos, schnell an-/abnehmbar, universell passend Nachteile: Weniger Halt als Schraubmontage, Klett kann verschleißen
Produkte:
Vorteile: Stabil wie Schraubmontage Nachteile: Teurer, braucht oft Schnellspanner oder V-Brake-Sockel
Funktion: Schutzblech wird mit Clip an Sattelstütze geklemmt Beispiel: Zefal Swan (15-25€), Topeak Defender (20-30€) Ideal für: Pendler, die Schutzbleche nur bei Bedarf montieren
Für Stahl- und Alu-Rahmen:
Alternative für Carbon: Spezielle Klebeösen (z.B. von Wolf Tooth) (15-25€)
Ursachen:
Lösungen:
Ursachen:
Lösungen:
Ursachen:
Lösungen:
Lösung: Siehe Abschnitt “Alternativen ohne Crudguard-Eyes”
Ursachen:
Lösungen:
Empfehlung: Fest montierte Kurzbleche oder Vollbleche
Konkrete Modelle:
Warum: Gravelbikes werden bei jedem Wetter gefahren, feste Montage verhindert Klappern auf Schotter
Empfehlung: Steckschutzbleche oder leichte Kurzbleche
Konkrete Modelle:
Warum: Schnell abnehmbar für trockene Tage, leicht, kein Gewicht-Ballast
Empfehlung: Rennkonforme Steckbleche (schnell abnehmbar)
Konkrete Modelle:
Warum: Bei Rennen oft nicht erlaubt, müssen schnell abnehmbar sein
Empfehlung: Vollbleche mit Streben für maximalen Schutz
Konkrete Modelle:
Warum: Maximaler Schutz bei Alltagsnutzung, langlebig, wartungsarm
| Kriterium | Crudguard-Eyes | Klassische Ösen (Ausfallenden) |
|---|---|---|
| Position | Gabelholme/Sitzstreben | Ausfallenden vorne/hinten |
| Schutzblech-Typ | Kurzbleche | Vollbleche mit Streben |
| Montage | Meist werkzeuglos | Schrauben + Streben einstellen |
| Zeitaufwand | 5-10 Min | 20-40 Min |
| Stabilität | Gut bis sehr gut | Sehr gut |
| Schutz-Level | Mittel (nur Spritzwasser) | Hoch (komplette Abdeckung) |
| Optik | Minimalistisch | Traditionell |
| Gewicht | Leicht (50-150g) | Schwer (300-600g) |
| Preis Schutzbleche | 15-60€ | 40-100€ |
| Ideal für | Sport, Gelände, Gravelbike | Stadt, Pendeln, Trekking |
Ja, möglich:
Kosten: 5-15€ (Nietmuttern + Schrauben) Risiko: Bei unsachgemäßer Ausführung Rahmen beschädigt
Bohren verboten! Carbon verliert durch Bohrungen massiv an Stabilität.
Alternative: Klebeösen
Möglich, aber mit Risiko:
Fazit: Nachrüsten ist möglich, aber bei wertvollen Rahmen sollte ein Fachmann ran. Bei günstigen Bikes kann man es selbst versuchen (Alu/Stahl).
Die Ösen selbst sind wartungsarm, aber ein paar Punkte solltest du beachten:
Regelmäßig (alle 2-3 Monate):
Nach Stürzen:
Im Winter:
Lebensdauer:
| Kategorie | Preisbereich | Beispielmodelle |
|---|---|---|
| Einstieg | 10-20€ | Ass Savers Mudder, Mucky Nutz |
| Mittelklasse | 20-40€ | SKS Speedrocker, Crud Roadracer, Zefal |
| Oberklasse | 40-70€ | RapidRacerProducts, SKS X-Blade, Curana |
| Premium/Carbon | 70-150€ | Lightweight Fenders, Custom Carbon |
Was beeinflusst den Preis?
Preis-Leistungs-Sieger: SKS Speedrocker (25-30€), Ass Savers Mudder (15-25€)
Crudguard-Eyes sind kleine Ösen oder Gewindelöcher am Fahrradrahmen (meist an Gabelholmen oder Sitzstreben), die zur Befestigung von Schutzblechen dienen. Sie ermöglichen eine feste, klapperfrei Montage ohne zusätzliche Adapter. Der Name leitet sich von der britischen Marke Crud ab, die solche Systeme populär gemacht hat.
Crudguard-Eyes finden sich häufig bei Gravelbikes (Canyon Grail, Specialized Diverge), Mountainbikes im XC/Trail-Bereich (Scott Scale, Trek Top Fuel) und Cyclocross-Rädern. Reine Rennräder und Downhill-Bikes haben sie meist nicht. Prüfe die technischen Daten deines Rahmens oder inspiziere Gabel und Sitzstreben visuell.
Ja, es gibt mehrere Alternativen: Kabelbinder-Montage (günstig, flexibel), Klettverschluss-Systeme (Ass Savers, Zefal Swan), Sattelstützen-Clips (Topeak Defender) oder Adapter für klassische Befestigungen. Diese Lösungen sind oft etwas weniger stabil, funktionieren aber gut für gelegentliche Nutzung.
Die meisten Crudguard-Eyes haben M3 oder M4 Gewinde (metrisch, 3mm bzw. 4mm Durchmesser). Manche ältere Systeme nutzen M5. Prüfe vor dem Schutzblech-Kauf, welche Größe dein Rahmen hat, oder kaufe Schutzbleche mit mehreren Schraubengrößen im Lieferumfang.
Reinige die Ösen, positioniere das Schutzblech mit 5 bis 10mm Abstand zum Reifen, stecke die Schrauben durch und ziehe sie mit 2 bis 3 Nm an (nicht überdrehen). Prüfe den Freigang durch Drehen des Laufrads. Zeitaufwand: 5 bis 10 Minuten. Bei Stecksystemen oft werkzeuglos durch Clips.
Bei Alu- und Stahl-Rahmen ja, durch Bohren und Einsetzen von M4-Nietmuttern (Kosten 5 bis 15€). Bei Carbon-Rahmen ist Bohren verboten, hier gibt es Klebeösen (z.B. Wolf Tooth B-RAD, 15 bis 25€) oder Kabelbinder-Lösungen. Federgabeln nur vom Fachmann nachrüsten lassen.
Für Gravelbikes: SKS Speedrocker (25 bis 30€, stabil), für Mountainbikes: Mucky Nutz Face Fender vorne + Ass Savers Mudder hinten (zusammen ca. 30€, leicht abnehmbar), für Pendler: Crud Roadracer Mk3 (30 bis 40€, bester Allround-Schutz). Premium-Option: RapidRacerProducts ProGuard (40 bis 60€).
Häufigste Ursachen: Schrauben zu locker (nachziehen mit 2 bis 3 Nm), Spiel zwischen Öse und Schutzblech (Gummipuffer einlegen) oder minderwertiges Schutzblech mit ungenauen Bohrungen (hochwertiges Modell kaufen). Schraubensicherung (Loctite) verhindert selbstständiges Lockern.
Ja, aber die Crudguard-Eyes dienen dann als zusätzliche Fixierung, nicht als Hauptbefestigung. Vollbleche werden primär an den Ausfallenden (klassische Ösen) montiert. Die Crudguard-Eyes stabilisieren das Blech zusätzlich und verhindern Flattern bei Wind oder schneller Fahrt.
Einstiegsmodelle kosten 10 bis 20€ (Ass Savers, Mucky Nutz), Mittelklasse 20 bis 40€ (SKS, Crud, Zefal) und Oberklasse 40 bis 70€ (RapidRacerProducts, Curana). Premium-Carbon-Versionen können bis 150€ kosten. Für die meisten Nutzer reichen Modelle zwischen 20 und 40€ völlig aus.
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Crudguard-Eyes sind besser für sportliche Bikes (leichter, minimalistischer, schnell abnehmbar), bieten aber weniger Schutz. Klassische Ösen an Ausfallenden sind besser für Vollbleche (maximaler Schutz, ideal für Pendler). Viele moderne Rahmen haben beides.
Bei ausgefranstem Gewinde: Größere Schraube (M4 statt M3) mit Gewindeschneider verwenden. Bei abgebrochener Öse: Nachrüst-Adapter oder Kabelbinder-Lösung nutzen. Bei Carbon-Rahmen mit beschädigten Ösen: Unbedingt Hersteller kontaktieren, kann strukturell kritisch sein. Notlösung: Klettverschluss-Schutzblech verwenden.