Transportsicherung beim Fahrrad bezeichnet alle Maßnahmen und Hilfsmittel, die das Rad beim Transport vor Beschädigungen schützen und es stabil in Position halten. Der Begriff wird für zwei unterschiedliche Anwendungsfälle verwendet: die Sicherung des gesamten Fahrrads beim Transport auf Trägern oder im Fahrzeug und die spezifische Transportsicherung für Scheibenbremsen beim Radausbau.
Die Scheibenbremsen-Transportsicherung, auch Bremspad-Spacer oder Bremsblock genannt, ist ein kleines Kunststoffteil, das zwischen die Bremsbeläge geschoben wird, wenn das Laufrad ausgebaut ist. Sie verhindert, dass die Beläge beim versehentlichen Betätigen des Bremshebels zusammendrücken und sich dabei verhärten oder verkanten.
Das Problem ohne Transportsicherung: Hydraulische Bremsen schieben die Kolben bei Hebeldruck weiter heraus. Sind die Beläge einmal zusammengedrückt, lässt sich das Laufrad nicht mehr ohne Weiteres einbauen. Im schlimmsten Fall müssen die Kolben mit einem Reifenheber manuell zurückgedrückt werden, was die Beläge beschädigen kann.
Beim Kauf eines neuen Fahrrads mit Scheibenbremsen liegt eine Transportsicherung bereits zwischen den Belägen. Sie sollte vor der ersten Fahrt entfernt, aber aufbewahrt werden, weil sie bei jedem Radausbau wieder eingesetzt werden sollte.
Beim Transport auf Fahrradträgern oder im Kofferraum geht es darum, das Rad stabil zu fixieren und Kontaktschäden zwischen Rahmen, Rädern und Träger zu verhindern.
Rahmenhalterungen klemmen das Fahrrad am Rahmen oder an der Gabel fest. Viele Heckträger arbeiten mit einer Rahmenaufnahme; hochwertigere Modelle nutzen eine Ausfallendenaufnahme, bei der das Vorderrad ausgebaut und die Gabel direkt auf den Träger montiert wird. Das ist stabiler und schont den Rahmen.
Radschienen und Radmulden halten die Laufräder in Position und verhindern seitliches Kippen. Ohne Fixierung schlagen die Räder bei Kurvenfahrten gegen Rahmen oder Träger und hinterlassen Kratzer.
Spanngurte sichern das Fahrrad zusätzlich gegen Längs- und Querbewegungen. Beim Anlegen darauf achten, dass die Gurte nicht am Lack reiben: Entweder Polster unterlegen oder Gurte so führen, dass sie nur an Metallteilen anliegen.
Schutzpolster und Rahmentaschen schützen empfindliche Stellen beim Transport mehrerer Räder zusammen oder im Kofferraum, wo Rahmen und Räder in direktem Kontakt stehen.
Im Zug gelten andere Anforderungen als auf dem Auto. Das Fahrrad muss in der Regel in einem Fahrradbereich abgestellt und entweder an einem Haken eingehängt oder mit einem Gurt am Wagenboden gesichert werden. Die Bremsscheibe sollte beim Einhängen nicht als Auflagepunkt dienen, weil sie sich dabei verziehen kann.
Für Reisen mit demontierten Rädern oder komplett verpackten Fahrrädern bieten Fahrradtaschen und Kartons Schutz. Fluggesellschaften verlangen in der Regel eine vollständige Verpackung; der Lenker wird quergestellt, Pedale abmontiert und Reifen teilweise entlüftet.
Vor dem Transport prüfen: